Cybermobbing auf Facebook

Laut Berichten zahlreicher Zeitungen und Radiosendungen, wurden letzte Woche 20 deutsche Schülerinnen von einem „Unbekannten“ auf Facebook gemobbt. Wie deutlich zu sehen ist, hat uns das Zeitalter des Cybermobbings in Deutschland längst erreicht bzw. überholt.Ein „Unbekannter“ hat die Gesichter der 20 Schülerinnen auf pornographische Bilder via Photomontage montiert und auf Facebook veröffentlicht. Das alleine war ihm anscheinend noch nicht genug, also hat er die Bilder auch noch auf eine Pornoseite hochgeladen und dort mit Beleidigungen versehen. Die Polizei ermittelt hier bereits, weist aber schon einmal darauf hin, dass Ermittlungen bzw. Hinweise an ausländische Hoster nur sehr verzögert bearbeitet werden. Erinnern Sie sich an den Ausspruch „Eimal im Netz – für immer im Netz?“. So hart das an dieser Stelle auch klingen mag und so viele Menschen das nicht verstehen werden können, aber der Ausspruch trifft zu. Schüler sind rücksichtslos, Lehrer und Eltern wissen nicht Bescheid und stehen handlungs- und regungslos da. Aufklärungsseiten im Internet mögen recht und schön sein, immerhin besser als nichts, helfen jedoch fast niemandem. Die Personen, die diese Seiten lesen, sind sowieso schon längst aufgeklärt (Gibt es hierzu wenigstens Plakate an Schulen und auf Bussen? Wohl eher nicht). Facebook ist nicht schlimm, soziale Netzwerke sind nicht der Teufel wie manche behaupten. Es geht alleinig um den Umgang damit, um die korrekte Handlungsweise und die Voraussicht Erziehungsberechtigter und somit auch der Lehrer. Aufklärung an Schulen, Training der Lehrer und Elternaufklärung sind einige Dinge, die man leider noch nicht beherzigt.

Kommentar hinterlassen